Skoliose – was ist das?

Als Skoliose bezeichnen wir eine Seitverbiegung der Wirbelsäule, welche nicht mehr vollständig aufgerichtet werden kann. Die Beweglichkeit wird dadurch meist so eingeschränkt, dass eine aktive Begradigung in der Regel nicht erreicht wird.

Mit dieser Seitverbiegung ist auch eine Verdrehung der Wirbelkörper verbunden, welche den Rippenbuckel oder den Lendenwulst erzeugt.

Skoliosen können vielerlei Ursachen haben. Es gibt Skoliosen aufgrund von Nerven- und Muskelerkrankungen, Stoffwechselstörungen sowie angeborene Skoliosen mit Fehlbildungen von Wirbeln und Rippen.

Der größte Teil der Behandlungsbedürftigen Skoliosen hat aber eine noch nicht näher bestimmte Ursache, in diesem Fall idiopathisch (lat.: von sich aus entstanden).

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, je früher eine Skoliose auftritt, desto ungünstiger ist die Prognose (infantile Skoliose: 1.-2. Lj, juvenile Skoliose: 4.-6. Lj.). Diese Skoliosen erreichen unbehandelt Krümmungen von bis zu über 120°.

Adoleszentenskoliosen (10.-14. Lj.) überschreiten die 90° Grenze so gut wie nie. Um den Verlauf einer Skoliose richtig einschätzen zu können sind neben dem Alter, Krümmungsform, Lage (Lumbal/Thorakal oder Doppel-S), Regelblutung, Stimmbruch, knöcherne Reifezeichen und das Geschlecht wichtige Faktoren für die Beurteilung.

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